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Immobilien in Basel und Umgebung: Wohneigentum bleibt gefragt

Immobilien in Basel: Blick über die Innenstadt und den Rhein
17.12.2020

Wieder einmal geben wir pünktlich zum Jahresende einen Ausblick für die Immobilien in Basel: Welche Trends liessen sich 2020 beobachten und welche Entwicklungen zeichnen sich für 2021 ab?

Konstant hohe Nachfrage bei Wohnimmobilien

Wie beinahe jeder Bereich unseres Lebens war auch der Immobiliensektor im zu Ende gehenden Jahr geprägt von der Covid-19-Ausbreitung und ihren Folgen. Auf die Nachfrage nach Wohneigentum in unserer Region hatte dies allerdings kaum Einfluss: Sie ist – ganz wie wir es mittlerweile gewohnt sind, möchte man sagen – weiter gestiegen. Analysten führen dies unter anderem darauf zurück, dass Menschen sich jetzt erst recht in die Sicherheit der eigenen vier Wände zurückziehen möchten.

Hinzu kommen die anhaltend tiefen Zinsen: Solange Hypotheken weiterhin zu den günstigen Bedingungen der letzten Jahre zu haben sind, bleibt das Wohneigentum im Vergleich zur Miete doppelt attraktiv. Es sei angemerkt: Die Tragbarkeit der monatlichen Zahlungen mag derzeit vergleichsweise einfach zu erreichen sein. Nichtsdestotrotz bleibt sie natürlich weiterhin Grundvoraussetzung, um eine Finanzierung zu erhalten. Auch hat das vorherrschende Zinsumfeld keinen Einfluss auf den Eigenkapitalanteil, der für einen Kauf erforderlich ist. Mehr zu diesen Themen erfahren Sie in unserem Whitepaper «Wohneigentum: Der Weg zum eigenen Zuhause». 

Immobilien in Basel: Leerstandsquote unverändert niedrig

Wirklich grosse Bauprojekte stehen für das Jahr 2021 in Basel und Umgebung nur begrenzt an. Zu erwähnen ist hier allenfalls Arlesheim: Dort laufen zwar noch einige Einsprachen, doch aller Voraussicht nach werden die dort geplanten Überbauungen mit Stockwerkeigentum realisiert werden. Die Projekte auf dem Dreispitz und in Münchenstein hingegen liegen noch zu weit in der Zukunft, um schon jetzt einen Einfluss zu haben. Ohnehin kann man feststellen, dass selbst sehr grosse neue Überbauungen kaum Veränderungen für das Preisgefüge mit sich bringen, abgesehen vielleicht von der direkten Nachbarschaft.

Spannend ist in diesem Zusammenhang auch die Betrachtung der Leerstandsquote von Wohnungen in der Region. Laut einer Erhebung der statistischen Ämter der beiden Halbkantone lag diese Mitte 2020 bei 1,0% in Basel-Stadt und in Baselland bei 1,1%. Im Vergleich zum Vorjahr bewegen sich die Veränderungen in einem zu vernachlässigenden Bereich. Um die Prozentwerte noch ein wenig deutlicher zu veranschaulichen: Die Zahl der freien Wohnungen betrug zum Zeitpunkt der Erhebung 1073 in BS und 1617 in BL.

Eine hervorragende Übersicht für das Stadtgebiet liefert der Immobilienkompass der Basler Kantonalbank: Er zeigt die wichtigsten Kennzahlen für Immobilien in Basel, aufgeschlüsselt nach Miet- und Kaufobjekten in den verschiedenen Quartieren.

Was schliessen wir daraus für das kommende Jahr?

Betrachten wir die Immobilien in Basel und Umgebung in einem etwas grösseren Zeitraum, zeigt sich: Die Preise für Wohnobjekte haben sich in den vergangenen Jahren in etwa verdoppelt, mit gewissen Schwankungen abhängig von der individuellen Lage. Dies entspricht je nach Ort einer Wertsteigerung pro Jahr von rund 2 bis 4 Prozent. Aufgrund der Entwicklung 2020 darf man davon ausgehen, dass auch 2021 ähnliche Werte erzielt werden. Ganz ähnlich bewerten wir die Situation im Hinblick auf die Entwicklung der Mietzinse. Auch hier wird sich die Entwicklung der vergangenen Jahre ohne grössere Überraschungen fortsetzen. 

Heisst dies also «Im Nordwesten nichts Neues»? Mit einer derart generellen Aussage würde man der Region Unrecht tun. Schliesslich bleibt auch die Bautätigkeit konstant und es gibt immer wieder interessante und innovative Einzelprojekte, wie man in diesem Jahr beispielsweise auf dem CityGate-Areal beobachten konnte.

Adimmo AG
Peter Vögeli
eidg. dipl. Immobilien-Treuhänder
Leiter Beratung & Verkauf