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Besenrein – was bedeutet das genau?

Besenrein: Wohnungsreinigung
19.01.2022

Der Mietvertrag regelt unter anderem, in welchem Zustand Sie eine Wohnung beim Auszug übergeben müssen. «Besenrein» lautet dabei eine der typischen Formulierungen. Wissen Sie, was dieser Begriff alles umfasst?

Zügeln ist immer mit einem gewissen Mass an Stress verbunden, egal wie gut Sie vorher alles organisiert haben. Die erste Nacht im neuen Zuhause fühlt sich dann vielleicht noch ungewohnt an, aber sobald die wichtigsten Möbel ankommen und die alte Wohnung endgültig ausgeräumt ist, stellt sich Entspannung ein. Doch Moment, ein bei vielen unbeliebter Termin steht noch bevor: Die Wohnungsübergabe. In welchem Zustand diese zu erfolgen hat, steht für gewöhnlich im Mietvertrag.

Nur erweisen sich die dabei verwendeten Begriffe als nicht ganz so eindeutig, wie sie auf den ersten Blick scheinen mögen. Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, empfiehlt sich eine rechtzeitige Abklärung. Im Zweifel sprechen Sie Ihren Vermieter oder die Verwaltung einfach ganz direkt darauf an. Denn im persönlichen Kontakt geht für gewöhnlich alles ein wenig einfacher – und Sie wissen bereits, mit wem Sie es bei der Abnahme zu tun haben werden. 

Besenrein: das gehört dazu

Falls Sie Ihre Wohnung besenrein übergeben müssen, ist das gewissermassen die niedrigste Stufe der Säüberungspflichten. Einmal schnell mit dem Besen durchwischen, wie der Begriff es vielleicht vermuten lässt, genügt aber trotzdem nicht. In der gängigen Praxis beinhaltet die Besenreinheit:

  • Entfernung aller Möbel und Gegenstände, die nicht vom Vermieter in der Wohnung platziert wurden
  • Behebung von Verunreinigungen an Boden, Wand oder Decke
  • Gründliches Staubsaugen in allen Räumen, respektive Böden feucht aufnehmen
  • Beseitigung von Staub und Spinnweben
  • Reinigung aller Oberflächen in Küche und Bad einschliesslich (Achten Sie dabei besonders auf den Ofen, den Kühlschrank und allfällige Kalkablagerungen an Armaturen!)
  • Säuberung von allenfalls vorhandenen Einbauschränken
  • Reinigung von Terrasse und/oder Balkon
  • Entfernung von Nägeln, Dübeln, Klebern und anderen Befestigungen an Wand und Decke

Mehr als besenrein?

Vergessen Sie bei all diesen Schritten nicht, dass zu Ihrer Wohnung auch Nebenräume wie Garage, Estrich, Kellerabteil und ein Briefkasten gehören. Erspart bleiben Ihnen dafür Aufgaben wie das Streichen der Wände, die Reinigung von Fenstern und Storen oder das Schliessen von Dübellöchern in der Wand. Wohlgemerkt: Dies gilt, wenn eine besenreine Übergabe vereinbart ist. Andere Regelungen sind durchaus denkbar, abhängig von den entsprechenden Klauseln im Mietvertrag. Beispielsweise kann Ihr Vermieter Sie zu kleineren Renovationsarbeiten verpflichten oder die Übergabe einer «sorgfältig gereinigten» bzw. «ordnungsgemäss geputzten» Wohnung verlangen.

Dies umfasst neben sauberen Fenstern und Storen auch polierte Spiegel, shampoonierte Teppiche und eine gereinigte Dunstabzugshaube. Abschliessend ist diese Aufzählung allerdings nicht, zumal sich der exakte Umfang der zu erledigenden Arbeiten auch regional noch einmal unterscheiden kann. Damit kommen wir auf die eingangs erwähnten Hinweis zurück: Am besten fragen Sie direkt nach, um Unklarheiten auszuräumen. Gerade wenn der Mietvertrag mehr verlangt als Besenreinheit, sei ein weiterer Tipp ergänzt: Professionelle Reinigungsunternehmen kennen die Vorgaben meist sehr genau und geben häufig auch sogenannte «Abnahmegarantien». Diese Dienstleistung hat natürlich ihren Preis, doch sie kann das Zügeln definitiv ein wenig stressfreier machen.

Adimmo AG
Michael Nickert
Immobilien-Ökonom (AWI)

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